Blog, web2.0 – wie? was? wo?

Hallo liebes internettagebuch,

lang, lang ists her, dass ich dich mit virtueller tinte vollschrieb und in der zwischenzeit ist einiges passiert. Ich schreibe was, da ich in dem forum in dem ich dich versteckt habe, nichts zu finden war, was mich in meiner nächtlichen wachheit interessierte. Das mag mitunter auch an meiner mangelnden konzentrationsfähigkeit liegen.

Meine zurückhaltung, was einträge betrifft mag auch den ereignissen der letzten monaten geschuldet sein. Alles sehr unerfreulich, nicht zu sagen traurig.

Der rechner, von dem aus ich dich, mein geheimes tagebuch, beschreibe – und ich bin froh, dass virtuelle tagebücher nicht verstauben – steht an meinem bett. Etwas übriggebliebene und beim aufräumen wiederentdeckte hardware – ein board, soundkarte, platte etc. – plus ein gehäuse und eh ich es mich versah stand hier ein neuer rechner. Also noch nen kabel ran, ans lan angeschlossen und nichts mehr stand dem nach einem traum aufgeschreckten nachtsurfen im wege.

Inwzischen gibt es etwas neues, nämlich web 2.0. Das ist, wenn leute über andere im netz, auf eigens dafür gemachten websites, sog. blogs, lästern und dabei text, audio und video kombinieren. Gut, das gab es schon immer. In diesen blogs schreibt man zusätzlich noch viele viele findwörter hinein und ganz ganz ganz ganz viele links zu sachen, von denen man annimmt, dass der besucher der site vor lauter hin- und hersurfen gar nicht bemerkt, wie inhaltsleer das virtuelle spinnengewebe ist.

Natürlich ist das nicht das einzige, über was in blogs geschrieben wird. Manche machen das auch in der form eines tagebuches, in dem sie schreiben wann, wieviel und wie lange sie heute morgen gekackt haben. Leider haben solche leute natürlich auch einen flickr-account – das ist ein internetdienst, wo leider jeder öffentliche fotoalben anlegen kann – auf dem man dann das werk bewundern darf.

Interessante dieser sogenannten blogs, gibt es nur wenige. Die schreiben dann aber eher über politik und zeitgeschehen. Sind also auch nicht besser als jede nachrichtensendung. Und diese vermeide ich ja auch schon seit jahren, weil man nichts dadurch erfährt und nur schlechte laune bekommt.

Der rechner, auf dem ich scheibe ist übrigens nur ein nebenprodukt eines mehrwöchigen aufräumanfalls. Inzwischen habe ich eine begehbare wohnung (das ist so toll wie ein begehbarer kleiderschrank, nur noch viel besser) und der man sich fast schon wohlfühlen kann. Also ich kann das. Ob es andere können wird sich zeigen. Vielleicht lade ich mal ein paar leute ein. Und vielleicht ist da auch ein nettes mädel dabei, mit dem ich dann wilden, hemmungslosen sex haben kann – schliesslich ist es frühling und die libido ist wieder ein ernstzunehmendes problem. Fast so ernstzunehmend wie die mücken, von denen gestern die erste dieses jahr den weg in meine wohnung fand und prompt ein paar tropfen blut mitnahm im tausch gegen eine juckende quaddel. Mistviecher. Da ich eine klatsche habe, wird das schon nicht so schlimm werden diesen sommer.

So, liebes internettagebuch, dass soll es auch wieder für heute gewesen sein. Über die wichtigen dinge schreibe ich, wenn ich dieses beklemmende gefühl losgeworden bin, dass andere leute heimlich in dir lesen.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *