Sumbeltrunk

Klaffte wie in tausend wunden. Dieser sumbel, dieser trunk! Schleenschale bitterer gekribbel wog über bühne, brett und weltbedeutung. Einheitlich war es nimmer mehr geronnen, dieses sumbel.

Dessen tag einher verwollt gesehen über schlack und schulter, mehr geworfen als ein stück obst verlangte es den geifernden giebeln nach frischen trauben aus papier.

Postillion, du zermschmetterling grosser würzkraft, du gehe ein und her, fliege den rinnental schwacher gleichheit entgegen, platze und sei frei von heiligen klingen.

Ach, sumbel, trank ich dich du trüber trunk, trank ich dich nur um des loses wollen willen.

Dann klopfte ich an den kopf. Er klang hohl, war aber doch gefüllt mit so bunten und prächtigen gedanken, die ständig nur miteinander fickten, orgien feierten, sich gegenseitig befruchteten und geschlechtsreife kinder weltbrachteten.

So um so um so zog zeit klack klack, klick klick – augen offen, doch innen herinnen in dem hohlen: nur karabiner zur bewusst und gewisstlosigkeit verholfen. Einen trap und einen gung. Wer blumen säht wird dünger streuen. Wer wind pustet, wird keuchen.

Gestern schon war der tag an dem morgen noch weit schien und die sonne. Heute ist regen, der himmer ergraut, ein weises wolkenhaar hat sich am blau erhangen.

Die tage fliehen, die sorgen bleiben. In besseren zeiten war man nicht alles entledigt. Auch nicht des verstandes.

Trinke ein glas wasser. Dein körper wird es dir danken.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *