Nachtgedanken

Das quillt, das keimt, das drängelt sich ins bewusste
wenn das licht aus, die strasse ruhig ist.

Das geht nicht klack abzustellen, dieses gedankene
raunen durch den kopf und zurück mit beisswurzeln

Das quillt weiter und wächst zu 5, 10, 100 fragmenten
die alle zu durchdenken, zu simulieren, abzuschliessen
zu formen, abzudenken, überzudenken, zu bedenken
sind.

Der schlaf flüchtet – in eine hintere ecke der grauen
substänz. Schüttelte den kopf, wenn er einen hätte.
Ich schüttele meinen – neinend auf des gedanken
wunsches gedacht zu werden – weil ich einen kopf
habe.

Das quillt immer weiter hervor aus den synapsen,
erobert neurone: sie feuern im krieg und in der nacht
ist alles erlaubt – nur nicht schlafen. Feuern sie
morsend die nachbarn wach. Was für eine
kopfbeleuchtung am späten abend. Was für ein licht!

Gedankengang, gedankengänge zu gedankenstockwerk
um gedankenstockwerk, danke, noch ein gedanke,
für das gedankengebäude

Eine abrissbirne muss her! Eine chemische!

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