Aus dem müll #1: Tintenstrahldrucker

Hier im haus gibt es einen raum, in dem die mülltonnen stehen. Heute musste ich diesen aufsuchen, um meinen restmüll zu entsorgen. Dabei fand ich neben den mülltonnen stehend, eine karton, in dem sich ein drucker befand.

Natürlich nahm ich das gerät an mich, denn es sah gut gepflegt und nicht all zu alt aus. Der eingebaute selbsttest förderte eine seite hevor, bei dem der tintenstrahler die einzelnen düsen der druckköpfe testet. Nur zwei des schwarz-druckkopfes schienen leicht verstopf. Absonderungen vom farbkopf waren nicht zu sehen.

Gut, vielleicht ist das gerät ja als text-drucker oder für monochrome graphik noch zu verwenden, dachte ich mir. Also angeschlossen – siehe da, sogar ein usb-anschluss vorhanden -, treiber installiert und schon druckte der epson stylus color 670 eine schöne monochrome win98-druckertestseite, die nichts zu wünschen übrig liess – bis auf das fehlen der farbe.

Nun habe ich auch noch für meinen bettrechner einen akzeptablen drucker, für nen´ druck zwischendurch. Und das wieder einmal völlig kostenlos.

Alle meine drucker, die ich in neuerer zeit bekam, sollten entsorgt werden. Am anfang standen zwei brother wl-660 mit jeweils noch recht voller tonerkasette, beide funktions fähig und sehr zahm. Dann kam ein HP drucker, der wegen platzmangel an mich abgegeben wurde.

Im oben beschriebenen müllraum fand ich auch schon einmal eine cd-player, der nach reinigung des pickups wieder tadellos funktionierte und diverse grossformatige bilderrahmen in durchaus schmuckem design, die ich verwenden konnte. Über den gefundenen fernseher habe ich ja neulich schon berichtet. Dann waren da noch zwei monitore von einer firma nebenan, die entsorgt werden sollten, da tfts angeschafft wurden. Einer von den beiden ist jetzt hier im einsatz. Einen anderen ausrangierten monitor bekam ich über Elias. An diesem gerät scheibe ich grad´ diesen text, mit einem computer, der auch nicht viel mehr als 30-40 euro insgesamt gekostet hat – und mir fehlt eigentlich nichts daran.

Das ist das schöne an der wohlstands- und wegwerfgesellschaft: es kostet nicht viel oder nichts, durchaus funktionsfähige geräte und brauchbare dinge zu bekommen, wenn man nicht die wahnwitzigen ansprüche daran hat, die vorbeworben werden. Lieber funktionierender müll, als neuer bockiger schrott.

 

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