Der Tag: Impulserhaltung

Mietrückstand und energiekostennachzahlung – zwei wunderschöne wörter, die einem den schlaf rauben können, vor allem wenn man kein geld auf dem konto hat. Der staat zeigt sich doch etwas knauserig, wenn es um die förderung der blog-kultur geht. Aber wenigstens der schlaf ist für die nächsten wochen gesichert, wenn auch nur dank der pharmaindustrie. Ein anruf bei der apotheke konnte den fehler bei der medikamentenausgabe klären und ich erhielt gegen abend im austausch die richtigen packungen.

Fangen wir aber mal am anfang des tages an. Der begann mit einem telefonat mit meiner vermieter um die sache mit dem mietrückstand zu besprechen. Ich muss vermutlich nicht leergepfändet ausziehen. Die zweite tat des tages war den nebenher durchgelaufenen kaffee zu inkorporieren. Koffeinisch angeregt konnte ich dann meinen unmut fernmündlich und in gesellschaftskompatibler weise bei der apotheke anbringen. Nächster punkt abgehakt.

Mit dem letzten schluck kaffee noch die erste der drei täglichen kapseln des antibiotikums runtergepült und frisch, jung und erholt ging ich ans tagwerk. Oder auch nicht, nein, ich entschloss mich das tagwerk auf den abend zu verlegen.

Kurz vor 19 uhr fuhr ich den senderechner hoch. Ich hatte mich ins programm bei ta-radio eingetragen um eine vertretungssendung für meine cheffin Cassiel zu machen und wollte diese vorbereiten. Die sendung sollte ebenso heissen, wie die, die ich zu vertreten hatte – das hatte ich mir so in den kopf gesetzt. „Heartbeat“ – hmm, was kann man das spielen? Alles was schmalzt und ans herz geht. Kein problem. Eine entsprechende playlist hatte ich schon angefangen. Diese musste jetzt mur noch fertiggestellt werden. Um 19 uhr ging ich auf den stream.

Um kurz nach 22 uhr übernahm dann Rose of Death mit seiner sendung „Neumondklänge“. Ich war nur noch mit einem halben auge im chat unseres senders, hörte nebenbei noch zu und hatte glücklicherweise genug lust, mal die wäsche zu waschen. Um halb zwei war die letzte maschine durch, die letzte socke aufgehängt. Nebenher hatte ich staubgesaugt und etwas abgewaschen, müll rausgebracht nebst altpapier und kompostierbares material. Ich finde hausarbeit fürchterlich, wenn man nicht die überschüssige energie dazu hat, die sie erfordert.

Beim wäsche aufhängen entdeckte ich zum ersten mal in meinem leben das wunderwerk der wäscheklammer. Tolles kleines gerät. Spart vor allem trockenheit beim aufhängen einzelner socken.

Zwischenher hatte ich für den bettrechner ein wenig nach software gesucht, mit der man per isdn faxe versenden kann. Alles ohne brauchbares ergebnis.

Und nun ich es schon wieder zeit für den schlaf. Gute nacht liebes internettagebuch

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