Wie furchtbar
Der zweite versuch. Der zweite kaffee blubbert durch die maschine. Das fenster, die vorhänge: auf - licht und luft sollen strömen in die stickige stockdunkle schlafhöhle, vom mürbenden melatonin den kopf befreien. Die mandeln maulen mürrisch im heiseren hals herum. Der zahn ziept.
Wie furchtbar dieser tag. Und noch so viel zu tun. Strecken, recken, kaffee schlürfen. »La la la la la la la« dopplert dumm aus einem verbeifahrenden auto hinein.
Sollte ich vielleicht einfach etwas tun? Nein, zu schlapp, zu wenig motivation. Oder doch: ein wenig aufräumen. Der synthesizer braucht eine neue stellfläche. Dafür müsste eigentlich nur eine arbeitsplatte etwas zugesägt werden. Einige minuten später arbeitet sich die stichsäge durch spanplatte. Abstauben, staubsaugen, aufbauen, passt. Prima. Und nun? Ein kaf
»Ziep! Da bin ich wieder!«, schreit der zahn in meinem mund. Nein, diesmal kein kurzer schmerz. Unangenehm hatte ich schon einige male, sehr unangenehm ein paar mal. Diesmal geht es weiter: Glatte neun von zehn punkten auf der zahnschmerzskala. Mir wird schwummerig im kopf, in den ohren knackt und pfeift es. Schweissausbruch, zittern, die zeit wird langsam und ich werde ganz zahn.
Einige orientierungslose und kopfdunkle minuten später klingt der schmerz ab. Und nun? Ein kaffee.
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