Der tag (20)

Ereignisreich und lang war der tag. Elias und Mira nahmen von hier aus grad die letzte bahn richtung innenstadt. Eigentlich wollten die beiden die vorletzte nehmen, doch fuhr diese entweder zu früh oder überhaupt nicht. Dank des hannoverschen nahverkehrsunternehmens üstra entstand so aus dem nichts eine stunde verärgerter wartezeit.

Auch ich habe diesem unternehmen schon etliche - wenn ich es mal zusammenrechne: tage an unfahrplanmässiger wartezeit zu verdanken. Ganz abgesehen von phantomhaltestellen und erkältungen bis eitrigen mandelentzündungen durch zugoptimierte haltestellen beim ab-warten der verspätungen. Danke!

Mira machte hier wie jeden donnerstag die sendung zur whitedarkness. Diesmal mit einer wirklich sehr weiten mischung an musik. Elias war schon etwas früher am nachmittag hier eingetrudelt während ich noch beim arzt war und dort die ergebnisse meiner blutuntersuchung ausgehändigt bekam.

Doch von anfang an in aller kürze: Mittags zu meiner oma. Von dort aus wieder nach hause. In den keller, anhänger mit elektroschrott beladen und los zum wertstoffhof. Dort fand ich in einem container einen akustikkoppler, den ich natürlich mitnahm für meine sammlung alter hardware. Von dort aus zum arzt. Vom arzt zur apotheke, ein rezept einlösen. Weiter zu penny, monatseinkauf - der anhänger war ja schon am fahrrad dran, geld auf dem konto und der discounter fast auf dem weg. Mit 12kg mehl, 12l milch 4×6 packungen trockenhefe, haferflocken, kaffee zucker und anderem kram ging es dann wieder nach hause.

Zuhause an den rechner: überweisungen machen. Zehn minuten später auf einem schmierzettel die geldrechnung für nächsten monat: pleite - und das schon vor dem ersten.

Mira tauchte auch irgendwann auf, bereitete ihre sendung vor. Natürlich war meine platte zu voll für die mitgebrachten daten. Also CDs brennen um damit daten auszulagern. Noch ein paar programm-administrative maassnahmen bei ta und erstmal migräne bekommen. Pille nehmen - der abend lag schliesslich erst noch vor mir.

Bei der durchsicht nahegelegener blogs fand ich bei »who ever this concerns …« einen artikel zur IBSN. Das musste ich natürlich sofort haben. Als nummer kodierte ich einfach meine koordinaten. Zahlen sind wichtig und je mehr zahlen es zu etwas gibt, desto wahrer ist es - jedenfalls für gläubige materialisten oder verwandte glaubensrichtungen.

War noch etwas? Ja, ich habe ein antibiotikum bekommen. Die tabletten kann man in wasser zu einer suspension machen. Schmeckt nach pfirsich und damit wesentlich angenehmer als dieses ekelhafte pflaume-minz-aroma meines fluoxetins. Aber: warum müssen plötzlich alle medikamente nach irgendetwas schmecken?

 

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Trackbacks & Pings

  1. Morgenstund hat dreck im mund at Nachtgedanken um 05 Sep 2006 at 10:49 am

    […] Nach fünf tagen mit leckerer antibiotika-suspension sind meine mandeln immer noch - wie ich es auszurücken pflege - etwas gereizt. Mein arzt würde vermutlich von einer vereiterung sprechen. Fazit: cefixdura dispers ist eher softdrink als wirksames antibiotikum. […]

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