Beam mich hier weg, Schrotti!

Die verletzlichkeit des müden – ein verhängnis. Besonders hier in hannover, im öffentlichen nahverkehr, nahe des feierabends und seines bewolkten himmels.

Kalter wind, tränen fallen aus dem grauen hell. Vertönte scheiben mit dem aussen vorbei. Dort eine befleckte unschuld, versucht sich mit buch und mp3-player der welt zu entziehen. Andere gleichen, tippseln starrend auf den unterwegstelefonen, ersäufen sich im flatternden blut der BILD, glotzen versteinert auf die vorbeigetragene stadt für die erst noch eine literatur geschrieben, eine musik komponiert werden muss, um ihr vollends zu entkommen.

Durch den niesel auf dem fahrrad nach hause. Nur noch die vorhänge zu, zu damit, die welt ausgesperrt und vom warmen licht einer 11 watt energiesparlampe streicheln lassen. Wie wohlig der krebshauch einer zigarette in das blut sich flüstert.

(Die tonsillen, zwei zerklüftete inseln mit eiterstrand, die die speichelbrandung nicht zu ertränken weiss)

Aus dem zerknackenden aluminium schlüpft die weisse, runde unschuld einer schlaftablette mit bruchkerbe. Morpheus schenk mir zwei stunden nur den bitteren odem der bewusstlosigkeit!

Nase putzen, denn ich habe sie voll. Nochmal aufs klo und dann weg hier.

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