Lifesytleprodukt der nahen zukunft: Der defibrillator

Ungesunder lebenswandel – da macht schon mal die pumpe schlapp: Kammerflimmern, der rettungswagen trötet hilflos im stau, kein arzt in der nähe und aus isses. Das fast unbemerkte verröcheln auf strassen und plätzen ist alltag geworden. Handlungsbedarf ist gegeben. Doch hilfsorganisationen die ihr herzblut darauf verwenden defibrillatoren an öffentlichen plätzen zu installieren treffen in deutschland auf gesetzliche hürden: Das medizinproduktgesetz verbietet den einsatz der lebensrettenden elektroschocker ohne vorherige einweisung durch den hersteller. Und wer möchte schon am standort des defibrillators einen in die bedienung des gerätes eingewiesenen ein-euro-jobber mitinstallieren? Das kann keiner bezahlen.

Eineninitiative mit unterstützung der medizingerätehersteller ist angesagt. Das eigene fieberthermometer hat vermutlich schon etlichen menchen das leben gerettet. Da steht über 41°C angezeigt – dann nehm ich lieber mal ne aspirin plus C und kann »wie gewohnt weitermachen« – denn wer hat schon lust, im fieberwahn die bescheinigung für die praxisgebühr hervorzukramen, wenn der notarzt den zehner einfordern muss?

Viele menschen messen täglich mit eigens dafür angeschaffenen geräten blutdruck und -zucker, denn nur in einem messbar gesunden körper kann ein gesunder geist wohnen. Die schweren folgen, beispielsweise einer zuckerkrankheit, durch eine über nacht verschrumpelte bauchspeicheldrüse können so abgewendet werden.

Nun ist die medizingeräteindustrie gefragt: Es werden im ersten schritt günstige und für den laien bedienbare defibrillatoren für die heimische anwendung benötigt. Der zweite schritt ist die mobilisierung des gerätes: Klein und immer dabei. Mit zunehmender verbreitung steigt auch die chance jemand mit defibrillator in der nähe zu haben, wenn das herz mal aussetzt. Der letzte schritt ist die weitere miniaturisierung und die integration des defibrillators in das mobiltelefon. Und wie praktisch: Beim wiederbeleben kann das telefon gleich einen notruf absetzen und den rettungskräften die medizinischen messdaten übertragen.

»Defibrillating people« – und herztod war gestern!

 

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  1. From Der Defibrillator - Ich habs doch gesagt at Nachtgedanken on 08 Okt 2008 at 2008.281 16:58

    […] etwa zwei jahren schrieb ich über ein lifestyle-produkt der nahen zukunft: Den defibrillator. Und was muss ich vor ein paar minuten auf dem klo, bei der lektüre eines prospektes des […]

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