Nachtessen

Mit knurren und ziehen teilte mein magen mir bis in die träume mit, er brauche nun unbedingt etwas zu essen. Ungewöhnlich um diese uhrzeit und so unerwartet aus dem schlaf heraus. Vielleicht ein kleiner nachhall des magengrimmens der letzten woche.

Beim kopieren des links zu magengrimmen aus dem blog stellte ich fest, wie wenig ich in der letzten woche geschrieben habe. Keine gute woche, kein guter zustand. Elias war heute kurz hier, doch ich zog die alleinheit vor, möchte am liebsten niemanden sehen. Mit fünf weiteren menschen hatte ich heute kontakt – erstaunlich viele, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich erstmal nur vor mich hinkompostieren möchte. Ich war heute also sehr ›kontaktfreudig‹, öffnete sogar die tür, als es klingelte – natürlich war es ein paket für einen nachbarn. Normalerweise reagiere ich nur auf klingeln, wenn ich jemanden erwarte oder ein gerichtsvollzieher vor der tür mit polizei und zwangsöffnung droht. Von allem anderen hat man nichts gutes zu erwarten.

Doch einmal unvorsichtig gewesen und schon hat man ein paket für herrn nachbarn rumstehen, dass ein weiteres klingeln mit sich bringt, wenn dieser es abholen will. Und immer klingelt es zu einem ungünstigen zeitpunkt. Widerlich, allein dieses geräusch löst bei mir inzwischen vegetative unruhe aus – ähnlich wie das telefon.

Beim telefon wollen die leute auch immer nur unangenehmes. Heute jedoch gab es mal eine ausnahme – natürlich, denn ich hatte das unterwegstelefon ja auch auf stumm geschaltet und sah nur, dass ein anruf eingegangen war. Die nummer kannte ich nicht, noch nicht einmal die vorwahl sagte mir etwas. So wurde ich neugierig und rief zurück. Ein besorgter internetnutzer war einem link auf meine site gefolgt (die mit dem www vor) und hatte festgestellt, dass diese gehackt wurde und wollte mich darüber informieren. Dass sich jemand diese mühe macht fand ich nett. Mir war nicht nach grosser fehlersuche, deshalb schaltete ich die www-subdomain einfach auf den blog hier.

Wo war ich stehengeblieben, bevor ich mich im tagesgeschehen verfranste? Ach ja, beim essen. Es gab haferflocken mit etwas zucker und zimt:

Haferflocken in eine schale und milch hinzufügen bis die flocken bedeckt sind. Danach etwa zwei minuten in die mikrowelle damit. Das ganze dann zum herunterkühlen mit milch aufgiessen, gut umrühren und einnehmen. Sieht anfangs aus, als ob jemand in einen eimer wandfarbe gekotzt hat, schmeckt aber wesentlich besser.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *