Telefonieren über den computer

Neulich war ich mal wieder bei conrad einkaufen. Im weihnachtssonderkatalog stiess ich auf das nebenstehende produkt, welches meine neugier weckte: Ein usb-sound-adapter. Da das kleine steckerchen ideal für den anschluss eines headsets ist, und ich über meinen rechner schon lange vernünftig telefonieren wollte und überdies auch nur etwa 12 euronen kostete, liess ich es auf einen test ankommen. Noch ein günstiges headset dazu und ab nach hause zum testen.

Die im rechner eingebaute soundkarte wollte ich weiter für die ausgabe von musik an die anlage benutzen und unabhängig davon, also ohne umstöpselei auch über den rechner telefonieren können. Eine ISDN-karte ist schon seit langem eingebaut, die ›kostenlose‹ software phoner fürs telefonieren und mit anrufbeantworterfunktion installiert.

Die treiberinstallation verlief ohne komplikationen. Der erste test über das headset erstaunte mich. Die klangliche qualität war wesentlich besser als erwartet. Über den mikrophoneingang waren zwar einstrahlungen anderer rechnerhardware zu hören, die sich aber im rahmen hielten. Leider funktionierte die bisher eingebaute soundkarte nun nicht mehr. Die lösung des problems war einfach: Die karte aus dem gerätemanager entfernen und einfach neu einbinden lassen – und schon war wieder alles ok.

Nach etwas konfiguration in der telefoniesoftware ein erster test. Ein erster richtiger anruf. Ergebnis: Wunderbar. Durch die überraschend gute qualität der soundwiedergabe testete ich die usb-sound-headset-kombo auch mal für musik – mir recht brauchbaren ergebnis. Bei wiedergabe über lautsprecher fällt jedoch eine neigung zu etwas zu satten bässen auf. Dies lässt sich jedoch dank des in die steuerungssoftware des sticks integrierten equalizer leicht beheben. Dort lassen sich auch weitere einstellungen vornehmen, wie eine auswahl doch leider recht unnützer DSP-programme aktivieren oder ein system für virtuellen surround. Schön ist die umstellmöglichkeit einer angepassten wiedergabe auf kopfhörern und lautsprecherboxen. Ab und an traten bei mir störgeräusche – ein digitales ›krackseln‹ – während der wiedergabe auf, die sich durch umschalten von kopfhörer auf lautsprecher und wieder zurück verschwanden. Vielleicht ein treiberproblem.

Auf dem stick sind vier tasten angebracht. Zwei für die laustärkeregelung, eine zum muten des ausgabe und eine zum stillschalten des mikrophons. Manchmal ganz nützlich.

Ein negativpunkt des usb-sticks ist die viel zu helle status-LED. Aber die lässt sich ja ohne viel aufwand mit etwas isolierband dämpfen.

Fazit: Eine günstige kombination zum bequemen telefonieren über den rechner, die aber auch gut geeignet ist darüber musik zu hören, wenn es mal nicht laut sein muss.

 

Tags: , , , ,

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *