Eine überschrift

Schlierig, wie zu alte milch im kaffee, hängt der gestrige tag in meinem kopf. In endlosschleife spielt winamp »By this river« von Console . Das habe ich lange nicht mehr gemacht; stundenlang das gleiche lied hören. Aber meiner stimmung ist nur dieses lied angemessen. Dass ich es kenne, habe ich Tasha zu verdanken, die diesen titel als musik zu ihrem clip »Lost in Hazan« verwendete.

Nachdem Mira und ich beim plenum der korn unsere termine für drei whitedarkness-veranstaltungen im nächsten jahr vorgestellt und abgesprochen hatten, fuhren wir zu mir, damit wenigstens Mira noch ihre sendung bei toxicapple machen konnte, nachdem meine schon wegen der sich überschneidenden termine ausfallen musste.

Daraus wurde aber fast nichts. Eine viertel stunde vor sendungsbeginn verabschiedete sich der senderechner. Der monitor zeigte nur noch »Eingangssignal ausserhalb des darstellbaren bereiches«. Nach einigem kopfkratzen entschloss ich mich für eine schnelle lösung: Win 98 nochmal drüberbügeln, um evt. zerschossene systemdateien zu überschreiben. Das brachte auch den gewünschten erfolg, allerdings schon früher als erwartet. Nach dem ersten reboot meldete sich die systemdateien-wiederherstellung und ersetzte irgendwas fehlerhaftes durch eine vorherige version. Ich frag nicht weiter nach. Das system lief danach wieder.

Mit etwas verspätung konnte die sendung dann doch noch anfangen. Gegen ein uhr war sie dann auch zuende, ich von drei gläsern imiglykos recht angetrunken und in der laune ins labor zu gehen – was wir dann auch machten.

Die feierlichkeit war nicht besonders gut besucht. Schade, hatte ich doch gehofft etwas dopamin in meinem gehirn durch den anblick bezaubernder damen dort freisetzen zu können. Aber es funktionierte nicht. Eigentlich habe ich ja akuten oxytocin-mangel. Das »kuschel«-hormon wirkt stressreduzierend und sehr entspanned. Kuscheln ist also gesund und viel zu selten in meinem leben. Schade eigentlich. An diesem abend hätte mir schon das dopamin gereicht. Aber es hatte nicht sollen sein.

Dementsprechend ging es mir nach dem erfolglosen abend. Erschöpft und igrendwie etwas traurig. Das eine ergab das andere. Ein gedanke führte zum nächsten und schon fiel ich in das loch einer depression. Schlaf. Neuer tag, neue möglichkeiten.

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