Dinge, gegen die ich mich sträube und dinge, die ich unangenehm finde

Es folgt eine abc-liste, mit dingen und tätigkeiten die mir einfielen, die ich nicht mag, die mir zusetzen, stress bereiten usw.

  • Abwaschen – davon bekomme ich wegen der zu tief gebauten spüle immer rückenschmerzen von. Ein paar zentimeter höhe hätten diese schmerzen vermeiden können. Mit einem etwas aufwändigen umbau wäre dieses problem zu beheben.
  • Aufräumen – ewiges antithema. Meist fehlt mir die motivation, es raubt unheimlich viel zeit und ich kann auch gut im chaos leben.
  • Anstrengende gespräche führen – es gibt menschen mit denen unterhält man sich stundenlang über sinnlosigkeiten und diese menschen wollen einen auch nicht aus ihren verbalklauen entlassen.
  • Computergespräche führen – Ich hab die schnauze voll. Viele männer reden und reden und reden über ihre schätzchen und wie toll oder wie blöd doch die eine hardware oder die andere software ist, wie viele macken es gibt, was nun das bessere betriebssystem, programmiersprache etc. ist. Mich kotzen diese gespräche nur noch an sie, denn sie führen zu nichts. Es ist armselig. Auf jeder party kann man solche männercliquen sehen. Das gespräch hört erst auf, wenn die meisten teilnehmer vor erschöpfung zusammenbrechen.
  • Depressive schübe – ekelhaft: von einer minute zur anderen kommen sie auf. Der absturz in ein nichts, meist durch einen kleinigkeit ausgelöst. Diese dünnhäutigkeit macht emfindsam aber auch verletzlich. Aus diesem emotionalen loch wieder rauszukommen ist anstrengend.
  • Einsam sein – Dieses einsam sein tritt an verschiedensten stellen auf, auch wenn man unter menschen ist. Man möchte auf andere zugehen aber es ist nichts da, was man sagen könnte. Zuhause die einsamkeit, nachdem die ablenkungen gestorben sind und man nur noch ins land der träume flüchten möchte
  • Formulare ausfüllen – Der antrag auf die weiterbewilligung von ALGII ist recht kurz gehalten. Wenn sich nichts geändert hat, muss man auf zwei seite nur das ensprechende feld ankreuzen. Trotzdem schiebe ich es vor mir her. Das ausfüllen eines antrages auf arbeitslosengeld hat mich schonmal zu einem heulkrampf geführt. Die schrift verliert jeden sinn, ist aufgewühlt und völlig überfordert.
  • Fernsehtrash – muss nicht besonders erläutert werden. Es sind damit dumpfe sendungen gemeint, die an die niedersten instinkte der menschen appelieren.
  • Flockmilch im morgenkaffee – morgens brauch ich meinen kaffee. Die letzte milche flockt darin aus. Der tag ist gelaufen. Ich mag es langsam wach zu werden und gemütlich einen kaffee zu trinken, bevor ich mein tagwerk beginne. Misslingt der kaffee, ist der tag arg gefährdet.
  • Gläubiger anrufen – das ist zwar immer gut um weitere probleme zu vermeiden und absprachen treffen zu können, aber jemand mitteilen zu müssen, dass man zahlungsunfähig ist, ist immer etwas unangenehm.
  • Hetzen – das kann einen tag kaputt machen. Bei mir ein garant für migräne. Wenn menschen hetzen müssen stimmt etwas in ihrem leben nicht. Hetzen ist gegen die menschenwürde.
  • Harte nahrung – mit sachen die ›knusprig‹ sind kann man mich jagen. Das ist doch widernatürlich sowas. Ausserdem schlitzen diese nahrungsteile die zunge auf und lassen den schädel beim kauen so vibrieren, dass man kopfschmerzen davon bekommt. Ekelhaft.
  • Hungergefühl (krampfig) – Nichts im magen, etwas stress dazu und schon krampft und schmerzt es kolikartig in meinem bauch. Dann ist die oberste priorität einen happen zu essen zu finden. Danach ist alles wieder in ordnung.
  • Konkrete zusagen machen – löst bei mir automatisch stress aus. Wenn ich mich zu etwas verpflichte reagiert meine hormonelle stressachse überstimuliert und man kann mit mir überhaupt nichts mehr anfangen.
  • Kälte am morgen – ähnlich fatal wie flockende milch im kaffee. Wenn meine finger und füsse am morgen nicht wohlig warm bleiben, friere ich meist den ganzen tag und fühle mich unwohl. Oft gibts dann am nächsten tag einen schnupfen.
  • Lärm am morgen – mein sinnessystem braucht eine zeit, bis es nach dem aufwachen seine volle leistung erreicht hat. Eine überforderung in dieser phase ist fürchterlich.
  • Liebesschwüre – das sind die idiotischsten versprechungen überhupt. Was sich da in die tasche gelogen wird… Wenn mir nochmal sowas unterkommt ist die person danach wieder single. Widerlich, unrealistisch, unnötig und verlogen diese scheisse im rausch der körpereigenen drogen.
  • Labertaschen – dieser schlag von menschen, die einen in ein gespräch verwickeln und wie kletten kleben bleiben. Der inhalt tut wichtig, ist aber zumeist zusammenhangloses geseiere unterbrochen von unbeantworbaren fragen, die das opfer bei der stange halten sollen.
  • Migräne durch soziophobie – ja ich bin phobiker. Ich habe phasenweise angst vor menschen, sehe in strassenbahnen nur noch fratzen. Komme ich in gesellschaft eigentlich netter menschen und will eigentlich kommunizieren, äussert sich diese innerliche spannung oft als migräne. Eine fürchterliche somatisierung.
  • Nachrichten – immer die gleiche scheisse. Hätte ich noch eine gallenblase, bekäme ich von vielen meldungen gallensteine.
  • Oxytocinmangel – das bindungs- oder kuschelhormon fehlt gänzlich in meinem leben. Zwei drei mal pro woche eine kuschelstunde mit einem netten menschen würde meine lebenserwartung vermutlich um zehn bis 15 jahre erhöhen. Aber es ist niemand da für solche ekelhaften experimente.
  • Putzen – es sammelt sich an, weil mein keine lust hat. Nachdem es sich angesammelt hat, fehlt die lust noch mehr.
  • Strassenbahn fahren – es ist laut, die leute sind missgelaunt, oftmals unfreundlich und am wochenende in nächtlichen bahnen besoffen und aggressiv. Das licht ist widerwärtig grell, das fahrgastfernsehen nervt mit seinem gemisch aus unwichtigen informationen und werbung – alle starren wie die zombies drauf.
  • Spam – dazu brauch ich nicht mehr viel zu sagen
  • Stress – macht das leben sterbenswert, wenn er zu viel wird
  • Telefone und deren benutzer – Das bimmeln nervt mich. Unmöglichste zeiten, unmöglichste anliegen. Und dann gibt es diese menschen, mit denen man ein gepräch von angesicht zu angesicht führt. Dann bimmelt das ›handy‹ und schon ist man unwichtig und nutzlos geworden. Und dann können diese scheiss mobiltelefone inzwischen ja auch noch die ganze welt mit ihrem blechernen geschäpper volldröhnen. Die vollkommen verblödeten teenies nutzen die möglichkeit ausgiebig. In der qualität eines dosentelefons darf ich mir dann das geschäpper von völlig enthirnter waschmaschinenmusik anhören.
  • Trübes wetter am morgen – ein wenig sonnenschein und der tag kann losgehen, doch diese grauen wolken, diese düstere stimmung, gesenkte häupte – da hilft nur vorhang wieder zuziehen, drinnen bleiben, gemütlich machen und in virtuelle welten mit besserem wetter fliehen.
  • Übereilt aufbrechen – noch ein garant für migräne und irgendwas hat man immer vergessen.
  • Unerledigte dinge – einer der wichtigsten schlafräuber in meinem leben. Soetwas wurmt mich, ich möchte es abschlossen wissen und doch geht es nicht mehr heute. Die gedanken daran aus dem kopf zu bekommen ist anstrengend.
  • Verschollene menschen – weg sind sie. Und man darf sich fragen wieso? Bin ich so ein furchtbarer mensch? Habe ich sie vergrault?
  • Wäsche aufhängen – ist nicht schön, weil die haut der hände danach immer so trocken wird.
  • Zu viel licht – im sommer ein guter auslöser für migräne.

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