Staub zu staub

Mein outlook hatte ich grad vor. Kontaktpflege. Eigentlich war es eher ein ausmisten von menschen, die hinter den kontakten stehen. Ausmisten ist sicherlich ein etwas harter ausdruck dafür. Aber wenn ich von menschen ein jahr lang nix höre, sie nirgendwo sehe und auch davon ausgehen muss, dass der kontakt zu ihnen längere zeit nicht übersteht (ja, es gibt diese menschen, die man meist wegen entfernungen einmal pro jahr trifft, denen man dann viel zu erzählen hat…) sind es nur datenleichen in meinem adress- und telefonverzeichnis. Als erstes rutschen sie in die rubrik »altes« und dann lösche ich die anvergessenen völlig. Die daten dürften eh nicht mehr aktuell sein.

Doch ich muss mich fragen, ob ich wirklich ein so fürchterlicher mensch bin ,dass es so viele geworden sind, die bei mir auf den datenmull landen. Diesmal waren auch einige dabei mit denen hatte ich noch sporadisch kontakt – doch ging die kontaktaufnahme stets von mir aus. Und das kann es doch nicht sein. Ich bin vermutlich zu uninteressant, zu ekelig, zu wenig unterhaltsam für einige menschen.

Warum sagen es diese menschen nicht einfach. Da würd ich selbst die form der sms nicht übel nehmen. Einfach ein »Hallo, den kontakt mit dir will ich nicht halten. Unsere interessen und lebenswelten sind zu verschieden.« Und gut ist. Dann kann ich diesen menschen aus meinen kontakten löschen.

Eben sind über 100 kontakte in die kategorie »altes« gewandert. Das jahr fängt also ohne altlasten an. Der datentod einiger dieser menschen ist sehr schmerzhaft für mich, da er mich selbst entwertet. So liebe datenleichen, ins schauhaus habt ihr es geschafft. Am ersten märz gehts ins datennirvana. War teilweise nett – aber es hat den anschein, dass ihr auf mich verzichten könnt. Also verzichte ich auch auf euch.

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