Morgengrauen

Vor etwa einer stunde mit knurrendem magen aufgewacht. Für einen besuch beim bäcker noch zu früh und zu wenig geld. Also ran an die teigschüssel und eben brotähnliches-produkt selber gebacken. Dabei fiel mir auf, dass ich der einzige mensch bin, den ich kenne, der in seiner küche ein durchgehend angestöpseltes und stets griffbereites rührgerät stehen hat. Und gemäss der alten volksweise »backen am morgen bringt kummer und sorgen.« musste ich feststellen, dass mir langsam aber sicher das mehl ausgeht.

Während die hilfreiche hefe im teig fröhlich ungeschlechtliche teilungs- und fressorgien unter abgabe von fluffenden kohlendioxyd feierte, nutzte ich die zeit mal wieder in einige blogs reinzuschauen. Selbstverständlich war die verbindung zum netz nicht möglich – der router war in der nacht auch irgendwann schlafen gegangen. Nach vollständiger netztrennung nahm er seinen dienst wieder auf und ich konnte etwas grummelig die angehaltenen downloads, die über nacht eigentlich fertig werden sollen, wieder starten.

Was ich dann bei der Muschelschubserin lesen musste, beendete schlagartig meinen verschlafenen und trägen morgen. So viel aufregung im dämmerlicht eines neuen tages ist für einen alten mann wie mich nicht gut ;-). Ich habe vorurteile gegenüber australien. Kurz vor den olympischen spielen 2000 in Sydney zeigten einige sender dokus über die australische tier- und pflanzenwelt. Kurz zusammengefasst: Geh da nicht hin, da ist alles giftig. Später verfolgte ich dann einen teil der eröffnungsfeier im fernsehen: Im stadion nachgebildet, der australische unterwasserlebensraum. Mittendrin ein mädel. Und ich dachte nur: »Pass auf Nikki, die grossen leuchtenden quallen sind giftig!«

Jetzt aber erstmal frühstück.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *