Start in den tag

Gegen fünf machte ich das erste mal die augen auf – viel zu früh. Um acht dann das zweite mal – abscheu, ich mag diese zeit nun überhaupt nicht. Um zehn das dritte mal. Schon besser. Eine gute zeit zum aufstehen. Besonders wenn es winter ist und es ohnehin erst spät hell wird.

Verdorben war der tag bereits fünf minuten später, als ich das fehlen von milch für den aufwachkaffee feststellte. Ohne kaffee raus in die kälte und milch besorgen ist wirklich grauenhaft. Und ja: ich bin ein morgenmuffel, falls ich das bisher noch nicht erwähnt habe. Ohne kaffee und zumindest ein kleines, meist improvisiertes frühstück gehe ich nicht aus dem haus. In fällen grosser not vielleicht zum bäcker – aber der liegt nahe und der kontakt mit dieser im halbwachen zustand irritierenden umwelt und deren menschen ist nur kurz.

Milch ist aber weiter. Die beste möglichkeit den aussenweltkontakt gering zu halten ist der besuch bei meiner mutter. Die wohnt nicht weit von hier hat meistens kaffee im haus und eben auch milch. Und wenn ich meinen aufwachkaffee dort trinke, kann ich mein gegrummel dem papagei als sowas wie kommuniktation verkaufen. Er antwortet dann meist arttypisch.

Nach der entwendung einer packung kuhsaft aus dem kellervorrat machte ich mich wieder auf den heimweg. Immer noch nicht so recht unter den wachen suchte ich mir zwei stumpfe tätigkeiten aus, die ich in diesem zustand noch auszuführen vermpchte: Ein paar aufnahmen meines internetvideo-rekorders durchsehen und etwas abwaschen. Bei meiner kaffeetasse war das mal wieder dringend nötig. Die patina aus kaffeeablagerungen begann mitlerweile abzubröckeln und war nicht mehr so schön gleichmässig und somit auch deutlich sichtbar.

Später – beim schleichend schleichend langsamen zwischenspeichern einer weiteren folge ReGenesis bereitete ich noch einen hefeteig und buk ein brot für den später sicherlich noch einsetzenden hunger. Aber jetzt bin ich erstmal gewillt noch ein paar stunden zu schlafen. Irgendwie war die nacht nicht so erholsam, wie man sich das wünschen würde. Vielleicht ist es ja in einem stündchen besser und ich kann ans tagwerk gehen.

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