Ein tag wie eine kassenschlange

Zwischen zwölf und eins wollte ich bei meiner mutter aufschlagen, um von dort aus gemeinseim meine oma zu besuchen - umzugsvorbereitungen, hatte ich ja schon mehrfach erwähnt. Als umzugstage sind der zweite und dritte märz vorgesehen. Am ersten märz ist der erste todestag meines opas. Am zweiten märz ist erster umzugstag und was mir erst jetzt richtig bewusst wird, der geburtstag meiner oma. Am dritten märz ist die whitedarkness. Umzug und whitedarkness sind körperlich anstrengend. Der todestag wird psychisch einschlagen und der geburtstag wegen der umstände auch nicht grad fröhlich sein.

Bis zum aufbruchszeitpunkt heute ist es mir noch zu lang hin. Der tag zieht sich wie alienschleim in einem SF-film. Deshalb schlafe ich noch ein wenig. Versuche es zumindest.

Im hintergrund murmelt die waschmaschine mit einer ladung kochwäsche vor sich hin. Hauptsächlich handtücher und geschirrtücher. Von letzteren brauche ich immer viele. Ich habe schon bei einigen menschen beim abwaschen geholfen und nur die wenigsten hatten genug geschirrtücher zum abtrocknen. Oder es waren dünne dinger ohne saugkraft, durch die man fast schon durchsehen konnte.

Ich hasse es, ich finde es ekelhaft mit einem schon durchnässten tuch sachen »abzutrocken«. Eigentlich ist das auch kein abtrocknen mehr, sondern eher ein gleichmässiges auftragen eines schmiriegen films aus spülmittelrückständen und nahrungsmittelresten. Bei mir wird das geschirr mit klarem wasser nachgespült. Danach kann es entweder liegen bis es trocken ist oder es wird - zum beispiel gläser - abgetrocknet. Und das meint, dass es danach trocken ist.

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