Mehr geschehen als ich dachte

Die überschrift deutet es an: Heute ist viel passiert. Nach dem auferstehen gegen 16 und dem damit verpassten brunch mit Mira war ich erstmal telefon. Hörer am kopf ist doof, warum nehm ich eigentlich nicht mein rechnertelefon? Egal.

Irgendwann habe ich wohl eine ladung wäsche in die maschine getan und durchlaufen lassen. Als ich wieder aufwachte, war sie fertig. Es verwunderte mich nur ein wenig, dass ich aufwachte. Ich war der festen überzeugung nicht schlafen gegangen zu sein.

Draussen dunkel. Doch schon so spät. Als zweites oder drittes frühstück mussten ein paar muffins herhalten. Mit kaffee natürlich. Habe ich heute wirklich nur muffins gegessen? War ich heute… ach nein, das war gestern. Irgendwie hat dieser tag nur zeit- und zusammenhanglose episoden in meinem kopf hinterlassen. Wenn ich kiffen würde hätte ich wenigstens eine ausrede dafür.

Später hing ich noch die wäsche auf (die wäsche war nass und roch nach waschmittel - daraus lässt sich mit hoher wahrscheinlichkeit folgern, dass das aufängen nach dem waschen erfolgte und nicht davor), räumte etwas auf und buk noch soetwas wie ein brot.

Wie jetzt, sommerzeit? Da hat man einen zusammenhanglosen tag hinter sich und jetzt ist plötzlich noch im vollen bewusstsein eine stunde verschwunden. Hätte mein unterwegstelefon nicht grad was dazu eine meldung angezeigt, hätte ich ernsthaft an meinem verstand gezweifelt.

Wo war ich? Ach ja, später kamen dann meine frau und die kinder nach hause. Die kinder haben jetzt ferien. Moment, falsches leben. Später kam also niemand nach hause und ich weinte lange und bitterlich in mein kopfkissen, weil ich so einsam bin. Das habe ich natürlich nicht getan, weil ich genau weiss wie tränen im kopfkissen das schimmelwachstum fördern.

Also nochmal: Niemand ist nach hause gekommen und ich habe aus angst vor schimmel nicht geweint sondern ferngesehen. Gewaltgenuss mit hoher lautstärke ist genau das richtige für solche grauen tage.

Zwischendurch habe ich mich mal wieder mit diesem myspace-zeugs beschäftigt. Das wird langsam richtig arbeit: Bands finden, die bereitgestellten stücke hören, ggf. promos für den giftapfel anfordern. (Ich habe das gefühl genau das schonmal geschrieben zu haben. Egal.) Dann hier und da »freunde« werden, etwas schmalgeblubber und so weiter.

Meine matratze ist jetzt teilweise silbern. Sie hatte mit der zeit und durch die überanspruchung des meinen-hintern-beim-bloggen-ertragen-müssens ein paar risse ín der stoffbespannung bekommen, die sich immer weiter vorarbeiteten. Eine unachtsame bewegung und schon im verhakt, »ritsch« - ein paar zentimeter mehr. Heute morgen habe ich anscheinend durch den met noch etwas tatendrang bekommen und die malignen stellen mit gaffatape überklebt. Anscheinend hält das zeug sogar ganz brauchbar auf der textilen hülle meines nachlagers. Mal sehen wie lange.

Haben wir es denn bald? Das anschliessen des unterwegstelefons an eine USB-leitung zum laden veranlasste den rechner soeben den kartenleser zu erkennen. Laufwerk um laufwerk wurde erkannt und die »neue« hardware in aller ruhe und gemächlich dem system hinzugefügt - das telefon aber natürlich nicht.

Nachdem meine kopfschmerzen in den letzten zwanzig minuten etwas abgeklungen sind, wird es zeit noch die spams zu löschen und dann ins bett zu gehen. Morgen ist hoffentlich alles etwas synchronisierter.

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