Wieder alleinst

Der himbeerkuchen, den mir Kinga mitbrachte war wohlgeschmecklich. Inzwischen hat sie den heimweg angetreten. Schade schade. Sie hat ihr myspace-profil wiedergefunden und weiss jetzt auch, wie man dort blogt. Welch ehre, dass es in ihrem ersten beitrag um mich geht:

»Jetzt kann ich über mein Leben schreiben, sagt Frank. Ich möchte nur einen Tag in meinem Leben die seelische Grausamkeit einer Frau haben, sagt Frank.
Farben verwirren, das sagt er auch. Stimmt. Geb ich ihm Recht. Ich mag Frank. Er badet in Schlamm, wann immer es ihm gefällt. Ich möchte auch in Schlamm baden wann immer es mir gefällt. Und kotzen wann immer es mir gefällt. Krieg ich aber nicht hin. Also beides. Scheisse, ist man gehemmt in seinem Leben. Das machen die Drogen. Die Drogen im Essen, die Drogen in der Luft. Die Drogen im Kopf. Hirnwichse, also „mindfuck“, sagte mal eine Person.«

Richtigstellung: Das schlammbaden ist nur bei gutem wetter angezeigt. Wer weiss, vielleicht reicht ja in diesem jahr die sommersonnenliche albernheit für ausreichende enthemmung. Mehr schlammbilder und videos für die welt.

An der strasse vor der haustür wurde ein sperrmüllhaufen aufgetragen. Es gibt nichts schöneres als sperrmüll. Da finden sich immer lustige dinge. Die acrylglasplatten waren leider aus echtem glas, sonst hätte ich sie zum durchgucken mitgenommen aber so waren sie mir zu schwer. Die beine habe ich jedoch an mich genommen. Schöne vier weisse runde metallbeine für selberschrauben. Platte drauf – hab ich noch, muss nur zugesägt werden – schon ist ein kleiner tisch für meine knippsschachtel fertig. Muss sie nicht mehr auf gestapelten rechnergehäusen stehen. Besser ist das.

Der nulltarif für dinge war aber schon vorhin im hausflur: Jemand hatte einen videorekorder und ein mobiltelefon mit zubehör auf der ablage abgestellt, auf der sich manchmal bücher finden, die andere mitnehmen können und wo der postbote manchmal einen katalog ablegt, wenn dieser nicht aussen in den briefkasten passt.

Beim müllrausbringen fand ich zudem zwei gute IDE-kabel im container.

Gestern ist nach langem warten ein brief von holste gekommen. Herinnen »Das kleine Kaiser Natron ABC Für Kpche, Haus und Reise«, eine produktinfo für waschsoda und leckere natron-rezepte. Ok, natron und lecker ist ein oxymoron aber es gibt tatsächlich auch anwendungen beim kochen und backen. Dabei ist natron aber eher eine beigabe als hauptbestandteil. Wer jemals einen löffel natron im mund hatte…

Das natron-ABC ist recht interessant. Viele der darin beschriebenen anwendungen waren mir bis dato unbekannt. Mein grosses, etwas verfärbtes und angesifftes schneidbrett wartete schon lange auf eine grundreinigung und seine weiterverwendung. Dank natronweiche kann ich es hoffentlich bald wieder verwenden ohne mich vor der nahrung zu ekeln, die ich darauf schneide. Dank natron wird auch bald der innenraum meines defekten kühlschrankes als lagerplatz für diverse kleinigkeiten dienen können (ausgebaut bekomme ich das drecksding ja nicht ohne kopfschmerzen – also bleibts drin und irgendwas kommt rein).

Recht so. Das leben ist eine maus mit nase, ohren und einem fell aus einzelnen haaren. Bald gibt es krieg im weltraum. Verlassen sie umgehend jedes knorpelgewebe in ohren und hand! Besser ist das. Gute nacht.

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  1. From Krach und männerwerkzeuge at Nachtgedanken on 11 Apr 2007 at 2007.100 10:45

    […] Die beine vom sperrmüll neulich und eine zugesägte arbeitsplatte, die schon monate nutzlos rumstand, sind jetzt unter zuhilfenahme einiger schrauben, die ich ebenfalls im müll fand zu einer art tisch für meine knippsschachtel geworden. Unter diesem tischähnlichen objekt ist noch viel stauraum und die knippsschachtel muss jetzt nicht mehr wackelig auf einem turm von rechnergehäusen stehen. […]

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