Wortrückkreisung: Krill als neues adjektiv

Viele menschen überschätzen gefahren. Wenn in niedersachsen ein kiffer mit einigen gramm seiner droge unterwegs ist und eine polizeistreife vorbei fährt wird dieser mensch oftmals ohne grund unruhig. Denn geringe mengen dieser substanz bei sich zu haben und damit erwischt zu werden zieht eigentlich nie ein juristisches nachspiel mit sich.

Menschen die die BILD lesen, werden mit ängsten abgestopft und trauen sich im extremfall kaummehr in die gefährliche welt dort draussen: Man wird ja andauernd überfallen und totgeschlagen etc.

Um dem mit diesen menschen und dieser verhaltensweise konfrontierten ein wort in die hand zu geben, oder besser in den mund zu legen, habe ich mich in meinem hirn umgesehen. Kleine tiere brauchen meist keine angst zu haben von grossen raubtieren gefressen zu werden. An ihnen ist einfach zu wenig dran und der aufwand würde sich für das raubtier nicht lohnen. Eine ausnahme ist der krill, die nahrung einiger walfische. Hier ist das opfer sehr klein im gegensatz zum räuber. Satt wird der wal allein durch die menge und die einfachheit der jagd.

Um nun dem verängstigten menschen auf seine übertriebene angst hinweisen zu können, verwenden wir das substantiov krill als neues, den zustand beschreibendes adjektiv und fragen nach:»Bist du krill oder was?«

Der zuhörer wird entweder – wenn ihm die bedeutung dieser neuen redewendung bekannt ist sein verhalten überdenken oder, wenn sie ihm nicht bekannt ist in seiner angst durch diesen für ihn unverständlichen satz unterbrochen. Beides kann helfen wieder einen normalen bezug zur realität zu finden.

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