Wachphase

War vor kurzem mit hunger aufgewacht. Ohne den einkauf von heute morgen hätte ich mich mit trocken brot begnügen müssen. Aber so war mozarella da, den ich mir mit einem hübschen frischen salatblatt auf ein aufgewärmtes stück maisbrot schnitt. Noch etwas remoulade drauf und fertig war das perfekte nachtmahl.

Dann noch kurz monitor an, um mal nachzuschauen, ob mails eingegangen sind. IMs waren keine da – das hätte mir die tastatur schon angeblinkt. Dabei wollte mir doch Mira ihre wünsche für unser brunch am sonntag noch über dieses medium mitteilen. Mein einkaufszettel für morgen ist noch so leer.

Von myspace gab es auch nichts neues zu vermelden. Also ein angenehmes weglöschen von spam. Das verursacht immer ein warmes wohlgefühl in mir, wenn ich weiss, dass meine postfächer sauber sind.

Mal vom heutigen stand meiner internetnutzung ein paar jahre zurückgeblickt, kann ich sagen, dass das netz mein leben recht radikal geändert hat. Daueronlinesein ist was anderes, als ab und zu ins internet zu gehen. Das netz ist in meiner wohnung, ich bin ein teil davon, den ganzen tag.

Wenn ich wissen will was heute abend in hannover los ist, befrage ich ein forum. Wenn ich jemand eine kurze nachricht zukommen lassen will, mach ich das per IM, für längeres und nicht so dringendes eben die eMail. Ich brauche eine telefonnummer oder eine fahrplanauskunft – ich schau im netz nach. Wie wird ein wort richtig geschrieben – das findet man schon mit google raus. Ich will vanillekipferl machen – rezept im netz.

Mein tagebuch kann jeder lesen, der möchte. Einige videoclips sind von mir zu finden und manchmal schau ich mir ein bebrütetes falkennest in den USA an. Musik von menschen aus anderen ländern, von denen ich sonst nie etwas gehört hätte dringt an mein ohr. Aus ganz deutschland, frankreichm belgien, irland, GB, schweiz und österreich, italien und luxemburg, aus den USA und manchmal aus australien. In sekundenschnelle mit möglichkeit der kontaktaufnahme.

Und ohne die ganzen spammer wär das alles noch viel lustiger.

Doch nun ab ins bett mit mir.

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