Nachthunger

Die ganzen ereignisse des gestrigen frühen tages sind mir merklich auf den magen geschlagen – und das im wahrsten sinne des wortes. Fühlt sich an wie einen grossen stein verschluckt zu haben. Doch der grund meines erwachens war eher hunger. Schon wieder. Früher dachte ich, nächtliches kühlschrankplündern sei ein märchen, eine erfindung von werbern um junkfood für die nacht zu verkaufen.

Ein knoblauh-baguette hat das wohlbefinden schnell wieder hergestellt und hat auch das drücken im magen etwas gebessert.

Das ist jetzt sicherlich ein fehler, aber ich habe heute meine mails noch nicht abgeholt und werde dies gleich nachholen.

Mir graut vor morgen, also heute abend. Denn es ist sperrmülltag in der alten wohung meiner oma. Seit dem letzten termin war ich nicht mehr dort. Meine tante und onkel haben, wie mir berichtet wurde, die tapeten schon vollständig entfernt. Aus dem ort voll von erinnerungen sind jetzt kahle wände geworden. Nachher werden die letzten verknüpfungen meiner erinnerungen aus dieser zeit mit der realen welt einfach entsorgt.

Das war dann kein auflösungsdrama, keine schnipp-und-anders-situation, die man als umbruchsmarker im kopf behalten kann, sondern ein schleichendes abtrennen.

Habe ich schon erwähnt, dass ich urlaub brauche?

Trackbacks & Pingbacks 1

  1. From Leer at Nachtgedanken on 02 Apr 2007 at 2007.91 00:40

    […] Der sperrmüll ist rausgebracht, die wohung kahl. Die ganze aktion war weniger anstrengend als erwartet. Noch nicht einmal kopfschmerzen bekam ich davon. Eher im gegenteil: Die körperliche aktivität kam meiner seit tagen anhaltenden stresshormonisierung sehr entgegen. Ist es normal kopfschmerzen von schleppaktionen zu erwarten? […]

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *