Aufgestanden – oder sowas ähnliches

Langer und tiefer schlaf, eine angenehme erholung von der durchwachten nacht. Fast ging es mir gut, da war nur nach dem aufwachen wieder dieses drücken im kopf, die voranzeichen einer nahenden migräne. Wie widerlich so aufzuwachen und wahrlich keine nachahmenswerte gestaltung eines neuen tages.

Durch das fenster winken wölkchen wom fast cyanfarbenen himmel, im gegendsatz zum heutmorgigen trüblich grau eine wohltat für die sinne. Auch die sonne lugt ab und zu hervor und setzt einen einkaufswagen, der an einen baum abgestellt wurde ins rechte licht.

Elias hat zuflucht hierher genommen, um der kampfzone zu entkommen: Im niedersachsenstadion – ach, das wurde ja inzwischen in eine arena umbenannt. Der imageträger ist mir leider entfallen – ein »wichtiges« fussballspiel. Das frühlingsfest wird sich füllen und es ist das lange osterwochenende an dem die gesamte jugend hannovers besoffen durch die strassen ziehen wird.

Im stadtteil hier, der doch recht peripher gelegen ist, merkt man von solcherlei wahnsinn nicht viel. Wenn in den herrenhäuser gärten eine veranstaltung ist, kommt es bei der an- und abfahrt zu einem etwas dichteren verkehrsaufkommen – das war es dann aber auch schon.

Was nur an diesem sich der dämmerung hingebenden karasamstag tun? Fernsehen? Mal nachschauen was heute so angeboten wird – obwohl: Auf dem anderen rechner warten etliche heruntergeladene aufnahmen meines internet-videorekorders und die festplatte platzt schon aus allen nähten. Da muss dringend was abgesehen und gelöscht oder entworben gebrannt werden.

Trotz inzwischen klein gewordenen essensvorräten werde ich mich heute nicht mehr in den einkaufsstress stürzen, der schädelzustand wirkt doch zu fragil. Die ganzen deppen werden jetzt noch schnell dinge in ihren einkaufswagen türmen – schliesslich ist montag ein feiertag und man könnte ja verhungern, wenn man nicht genug einkauft.

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