Ich träumte

Ich träumte es wäre vier uhr dreissig, ich wachte auf, ging zum fenster und schaute wie es dämmerte, wie der himmel schon im tiefen rot vom tag kündete. Es war ein traum dieses erwachen. Ich wachte auf, ging zum fenster und schaute um fünf uhr in die schwärze des himmels. Aus ihr legte sich ein grauer schleier auf die bäume und die strasse. Ruhe und zwischendurch einzelne autos, die geduckt, fast schon schuldig mit maschineller eile die ins nirgendwo krochen.

Wie klar doch in solchen momenten eine kühle einsamkeit in die muskeln greift. Daran will ich nichts ändern und mich schaudert es bei diesem gadanken. Ein gebranntes kind, feuer scheuend? Einmal und mehrmals gebissen siehst du dich vor auf der streichelwiese im menschenzoo.

Feige bin ich in dieser angelegenheit. Diese lieben, diese menschen, mit denen ich ein paar jahre auf gleichem lebensweg schritt: Wir gaben uns geborgenheit, nähe und sex. Nur war dann immer die veränderung, kompanden, die in verschiedene richtungen wiesen. Spannungen, streit und diese furchtbaren inneren risse.

Diese zweisysteme sind so instabil, so überhaupt nicht in diese zeit passend. Und für mich? Sie passen auch nicht für mich, der andere zielsetzungen hat.

Diese einsamkeit tut weh. In ihr ist es jedoch gemütlich, es ist stabil und all die zwischenmenschlichen erschütterungen sind nicht zu spüren. Besonders nicht an einem schwarzen morgen mit schuldigen autos und der option noch ein paar stunden schlafen zu können.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *