Mission »latrine«

Mission »latrine« ist erfolgreich angelaufen. Mit ABC-schutzanzug betrat ich durch die dekontaminierungsschleuse den den gefahrenbereich. Zuerst nahm ich proben von allen auszumachenden biofilmen und infizierte damit nährböden in petrischalen. Nach 48 stunden bangem warten vor dem mitgebrachten taschenbrutschrank betrachtete ich entkräftet die kulturen unter dem mikroskop.

Entwarnung! Neben haushaltsüblichen fäkalbakterien, salmonellen und sprechenden urinsteinen war nichts im raum vorhanden, was einen ABC-schutzanzug nötig machte (bis auf einige schimmelsporen die allerdings überall vorkommen). Vorsichtshalber nahm ich doch die dekontaminierungsprozedur mit UV-licht und multizid-besprühung unter unterdruck in der schleuse vor, spritze mir atropin und die höchste nicht letale dosis aller verfügbaren antibiotika – nur so zur sicherheit – und schickte eine blutprobe und schleimhautabstriche zu einigen instituten für tropenkrankheiten. Man weiss ja nie!

Dann ging ich an die reinigung der am schlimmsten verschmutzten regionen des bades, dort, wo staub und siff den nährboden für hannover-ebola, spinnengrippe und milbendurchfall bilden.

Es ist geschafft! Jetzt nur noch die weniger siffigen bereiche absaugen, durchwischen und fertig.

Jetzt mach ich aber erstmal pause, denn der neutrobot fährt – sicherheitshalber – grad durchs bad und pumpt jedes leben dort mit schneller neutronenstrahlung voll. Ich hab den regler auf 100 Sievert eingestellt. Das braucht zwar viel strom aber ist schnell und sicher.

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  1. From Ach ja… at Nachtgedanken on 13 Apr 2007 at 2007.102 16:16

    […] Vor der inzwischen weiter fortgeschrittenen mission ereilte mich in der nacht, so gegen halb fünf ein aktuer anfall von wachheit. Der schlaf davor war auch von drei bewussten wachphasen unterbrochen. Halb ausgeschlafen, mit brennenden augen, suchte ich in den tag zu starten, der noch nicht angefangen hatte. So ein mist! […]

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