Poetenschlamm: Zentrifugalkräfte

Ungesehen schleift eine strassenbahn über die schienen, durch das fenster klingt ihr abrieb, wie der der kalten gewaltkehle, des wochenendversagens von menschheitsnachwüchslingen mit ihren blechernen schallgeräten. Die nacht ist erdolcht von lauten und geräusch. Die vögel auf den feuchten ästen peripherer baumerstarrungen in sicherheitszone eins um die bierdünstigen schutzengräben verschluckten in einer ohmacht aus benzol und unkraut ihre körperwarmen zwitscherzungen.

Dann kehrt endlich totenstille ein und diese ganzen paarungsbereiten jungorganismen voller zweifel und blindheit erliegen ihren systembeschränkungen. Loblied auf die weisheit von biologie und kosmos.

Ob einige von ihnen in zwanzig, vierzig minuten im dunkeln liegen, die decke zurückgeschlagen und sich an ihren gut durchbluteten genitalien rumreiben, in gedanken einige stunden zurück, vor dem zeitpunkt als die hoffnung starb? Und wie mögen die heldengeschichten ihrer nacht der nächte erzählt werden?

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