Poetenschlamm: Satzendmoräne

Die wurzel meiner glätscherzunge mergelt gedanken um gedanken in kreisenden wortkies, krächzigen phonemsand, heraus, mündet vom schmelzspeichel getragen in welt. Spuck es aus: Katzengold und stinkende gewölle, speiballen, gallig gelbgrün mit einschlüssen unauslotbarer wortuntiefen.

Quantisierungsfehler, die bis zum denaturierenden ausflocken der eiweisse herzenswärme aufsaugen, stapeln sich wie schimmelnde altzeitungen. Wir sind doch alle nur menschen, die den aufrechten krüppelgang nur all zu gerne gegen grünzendes gerammel eintauschen und das dann mit erführchtiger verneigung genĀ“ hollywood und mit marktscheierischer sicherheit als liebe verkaufen, beziffern und bilanzieren. Wer hat denn nicht schon mal zu viel inverstiert in diesen beziehungsmüll, in diese dehnübung für geschlossene gehirne, in diese selbstgeisselung mit ach und je, und wo und wann, und wird und wenn?

Der gleichbruchpunkt ist erreicht beim stotternden abnicken und der einvernehmlichen entscheidung über die nächsten hängeschränke für die küche. Dazwischen, zwischen gedankensorge an die zukunft und erinnerungsmulch der damals-so-schön-vergangenheit dröhnt ein vakuum das nur mit pad-kaffeemaschinen und spülmaschinen-deos gefüllt werden kann. Punkt und aus.

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