Whitedarkness VII

Die WD nummer sieben war meines erachtens ein voller erfolg. Trotz etwas verpeilter fürbewegung, konnten wir über 50 zahlende gäste zählen. Mira und Elias werden mir vielleicht nicht zustimmen, aber ich fand es war die entspannteste veranstaltung, die wir je gemacht haben.

Doch von vorn: Gegen 15 uhr trafen wir ein, nachdem wir hundertschaften von polizei passiert hatten. Jeder, der einen bart trug und wie ein moslem aussah wurde kontrolliert. Ist jetzt hier der totale wahnsinn ausgebrochen? In der Korn schlechte stimmung: Die neue presse hannover hatte in der gestrigen ausgabe das jugendzentrum wahrheitswidrig zur brutstätte gewalttätiger G8-gipfel-gegner erklärt. Da fällt mir nur Nietzsche ein: »Noch ein Jahrhundert Zeitungen, und alle Worte stinken.« Recht hat er gehabt.

Doch zurück zur Whitedarkness: Unsere vorgänger hatten uns einen saustall hinterlassen. Anders kann man es nicht nennen. Ich kümmerte mich wieder um die technik. Alles wie gehabt: Doppellaufwerk hat anlaufschwierigkeiten, kabel und anderes zubehör ist im ganzen laden vertreut, nach etwas weniger als einer stunde die ersten klänge aus den lautsprechern. Unkritisch.

Der weitere verlauf war in etwa so, wie man sich eine derartige veranstaltung vorstellt: Leute kommen, musik läuft usw. Herzlichen dank möchte ich wieder an alle senden, die mitgeholfen haben, insbesondere an die schatzis hinter der theke, die gegen zwei uhr auf die idee kamen etwas zu kochen. Für mich und sicherlich einige andere war diese nächtliche warme mahlzeit vermutlich lebensrettend. An dieser stelle spreche ich mich mal ausdrücklichst für die tradierung dieser maassnahme aus. Bei der nächsten WD gibts dann auch etwas mehr organisation in der beziehung.

Punkt, punkt, punkt. Aufräumen, kasse zählen, getränkeinventur und nach hause.

Randbemerkung: Ein Osram LED-kleblicht erwies sich aus äusserst nützlich und unkomlpiziert für die beleuchtung einiger stolperstufen im toilettenbereich und als taschenlampenersatz beim verschliessen aller türen im dunkeln, als wir gingen. Eigentlich hatte ich das ding für unsere DJs eingepackt, falls die lichtverhältnisse das auflegen erschweren würden.

Das frauenklo wurde völlig vermüllt von uns vorgefunden. Mehrere kilometer toilettenpapier verteilten sich auf dem boden. Der mülleimer lief über. Das männerklo war dagegen aufgeräumt – nur ein paar kippen zum wegfegen und ein paar liter riechende flüssigkeit auf dem boden. Vielleicht sollte ich mal das video von den aufräumarbeiten der ersten veranstaltung ins netz stellen. Man kann neben ein klo kacken – aber wie schafft man es dahinter?

Randbemerkung 2: Wäre mein herz nicht so beschädigt hätte ich heute glatt ernsthaftes interesse an einer jungen dame entwickeln können. Aber den DNA-kram wollte ich ja bis zu meinem ableben ablehnen. Allein schon, weil ich offenbar träger der single-gens bin. Schade. Ach ja… Schade, schade. *seufz* – Ein bisserl kuscheln wär schon manchmal nicht schlecht *seufz* Ach ja… *seufz*

Ich fang mich mal wieder lieber und gehe ins bett eh ich depressiv werde.

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  1. From Ein Hauch von Apartheid « Wut! on 13 Mai 2007 at 2007.132 17:07

    […] Ein Hauch von Apartheid Veröffentlicht 13. Mai 2007 Norm&Wahn , Entmenschung , Hilflosigkeit , Staatsgewalt , Braunes , Barbarei , Lebensschaden , Härte , Minderheiten , Polizeistaat , Traurigkeit , Brandbriefe , Kälte , Religion Ich musste mich am vergangenen Freitag wegen der Whitedarkness Sieben durch die hannöversche Nordstadt bewegen. Was ich dort sah, das sah nach einer dräuenden, bevorstehenden Straßenschlacht aus. Im Raum um den Engelbosteler Damm und um die Kornstraße waren zwei bis drei Hundertschaften der Polizei versammelt, diese wurden ergänzt durch Kräfte der Bundespolizei (ehemaliger BGS). […]

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