Heutejournal

Drecksrouter. Musste ich eben nochmal aufstehen um den stecker zu ziehen. Vor einigen minuten ereilte mich ein kleiner aufräum und staubsauganfall. Diese ganzen krümel – fürchterlich.

Eins nach dem anderen. Rückspultaste bis anfang des tagesbewusstseins. Erster eindruck: Halsschmerzen. Die gestrige durchmachaktion war wohl doch suboptimal. Fühlte sich an wie zu viel in der nacht geschnarcht. Und dementsprechend unausgeruht fühlte sich das köprerding auch an.

Nachmittags besuch bei meiner mutter, einige vorbereitungen treffen für die möbellieferung morgen, bzw. heute, bzw. nachher. Neckermann konnte sich endlich, nach langem warten dazu entschliessen den baum fällen zu lassen, aus dem die möbel sind. Er war nach der bestellung und der darauf folgenden pflanzung des samenkorns offenbar nur langsam gewachsen.

Elias spielte etwas mit Blender rum und ich bereitete meine playlist für später vor.

Um 20 uhr ging ich wie gewohnt auf sendung. Diesmal vier stunden, weil Mira sich heute freigenommen hatte. Trotz wenig zuhörer war es eine schöne und laute sendung mit vielen vielen stücken zum mitsingen – was ich auch ausgiebig tat, selbstverständlich zu grossen teilen falsett. Der arme Elias, der mit im »studio« war, hat mein gejaule seltsamerweise nicht durch die verwendung einer axt unterbunden. Das lässt nur einen schluss zu: Ich bin begabt. Morgen werde ich anfangen meine erste CD zu besingen – das wird ein spass und ein grosser schritt in der musikgeschichte. Der bohlen (kleingeschriebene namen bedeuten bei mir zumeist tiefste verachtung)… Es gibt menschen die haben ein gutes stück gemacht, es gibt menschen, die haben einige gute stücke gemacht und es gibt menschen, die haben viele gute stücke gemacht. Der bohlen hat kein gutes gemacht. Und die, in denen er noch selber singt, sind noch schlechter. bohlen ist die fehlentwicklung, die ich zu korregieren habe. Meine musik wird den menschen wieder unermessliche freude und niemals endende glückseeligkeit bringen. Doch wieder zurück in die jetztwelt. Den besuch im labor sparte ich mir hernach – kein geld, keine lust und draussen kalt.

Gegen mitternacht tat ich etwas gegen meinen hunger und stellte ich einen mandelpudding her, der nicht zum erkalten kam. Den rest des abend schaute ich mir »Mulholland Drive« von David Lynch an – zum zweiten mal. Auch wenn der film etwas unverständlich ist, gehört er meineserachtens zu den filmen, die man trotz seiner lauflänge von 140 minuten ruhig einige male schauen sollte. Die bildsprache und die erzählform sind grauenhaft in einem positiven sinne. Die lynch´e filmwelt ist unwirklich und auf eine gewisse weise perfekt und geschlossen und durch die symbole mit ihrer sehr nahgehenden wirkung aus eigenen erfahrungsbereichen ist man sofort in diesem konstrukt der geschichte.

Die charaktere die Lynch übrigens schon oft gecastet hat, sind fast schon archetypische personen. Jede kleinigkeit hat bedeutung. Auf den ersten blick wirkt der film fürchterlich langweilig und langatmig, doch dieser film muss so sein. Er könnte seine wirkung sonst nicht entfalten.

Ach ja, heute abend gibt es auf 3sat »Lost Highway« . ein weiteres meisterwerk von Lynch. Ich freu mich schon drauf.

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