Nachtnebel

Heraus, heraus trieb es mich, in die krähenfederweiche dunkelheit der nacht. Dabei, ein kaltweisses elektrisches nachtlicht, eine sichel mond und von weit her das schnarren unbekannter kreaturen, als ob sie sich über die entfernung der anwesenheit der anderen mit immer gleichem wort versichern wollten.

Nebel zog auf, frösche zupften ihr halsgummi und eine einsame mücke trank von mir, nur eine – verwunderlich bei der guten nacht. Den schnarrenden kreaturen konnte ich nicht näher kommen, ihr ruf schallte aus dem nirgendwo, beim eintreffen dort, stets von einem anderen ort. Rückweg durch düsterste baumschlucht, die lampe gegen aufkeimende affekte angeschaltet machte es nur noch unheimlicher mit ihrem kalten lichtkegel in dem ab und an ein falter tanzte.

Noch unter der brücke hindurch, zurück im schein der orangen natriumdampf-beleuchtung der toten strasse. Nur ein verstörter vogel teilte piepsend seinen albtraum mit. Ruhe. Seit langem war es hier nicht mehr so ruhig. Ein paar aufnahmen mit der videokamera aus der hand, dutch angle die strasse herunter – aufnahmen die ich mir morgen erst anschauen werden. Sie haben teilweise die richtige alleinheit und kälte und das richtige sterile unnatürliche licht für Dolor.

Das gehen ist gut, wenn eine depression wütet. Es macht die hormonlevel besser, etwas erträglicher.

Heute gab ich das warten auf. Hatte jemand eine mail geschrieben, mit ihr schon kurz telefoniert. Fand sie sehr interessant, anziehend und inspirierend. Manchmal beschleicht mich das gefühl ein unerträglicher mensch zu sein. Manchmal eben.

Zeit fürs bett.

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