Qwititog

Der tag lief leider etwas anders als erwartet und ich bin zu keinem klaren gedanken mehr fähig. Ein halbes dutzend mal wurde ich heute angerufen – eine statistisch signifikante häufung. Dafür blieben mir spams weitgehend erspart. Gegen nachmittag kam Elias vorbei und bleibt jetzt über nacht – bzw. tag schon wieder – hier. Kinga kam später noch vorbei, war allerdings eine ganze zeit nur körperlich anwesend, während ihre synapsen im myspace klebten.

Draussen ist wieder licht – ach neee, muss ja jetzt nicht schon sein. Kaffee und kuchen. Warum ist die milch nicht im kuhlschränk? Milben stören mich nicht, spinnen auch nicht – sind ja so ähnlich, flatterfalter der nacht, schnaken und anderes getier hier auch nicht. Nur die fliegen, diese aufdringlichen fliegen. Da stellt man ihnen schon leckere fliegenfeinkost hin und was passiert? Sie finden es besser einem im gesicht rumzulaufen und rumzunuckeln, wenn man schlafen will oder sie kämpfen sich kitzeljuckend durch die beinbehaarung in einem unzugedeckten augenblick. Ich bekenne: Ich bin ein fliegenmörder! Ich habe heute mehrere fliegen erschlagen.

Jetzt fühle ich mich wie ein schlechter mensch, kann nicht darüber hinwegsehen, wie viele meiner mitmenschen. Wo wären wir denn ohne die fliegen? Im gammel würden wir ersticken. Fliegen machen gammel zu neuen fliegen. Und das ist gut so. Aber sie stören. Habe ich die heilige mission eine nicht-letale fliegenfalle zu konstruieren? Eine, die die fliegen unter fliegenwürdigen bedingungen einige zeit festhält, damit man sie in die freiheit entlassen kann?

Wie würden wir es finden, wenn fliegen, hunderte von metern gross, plötzlich mit menschenklatschen auf die jagt gingen? Das wäre sehr unappetitlich und sicherlich ein festmahl für die kleinen fliegen.

Nachher muss ich noch das rote kreuz, was ich auf meine brust malte abwaschen – jetzt jedoch nicht mehr, denn es dreht sich schon alles vor müdigkeit. Der geist ist schwillig und der dreht gleich ab.

Wer trägt eigentlich noch lange unterhosen? Wer hat an der uhr gedreht und wie funktioniert das bei einer digitalen? Werde ich nachher geld auf dem konto haben?

Dieses gluckern im magen verheisst nichts gutes. Zuviel des guten oder des schlechten, des tages, der nacht und im hirn gluckert es auch ganz gewaltig. Oh hilfe ich kann nicht aufhören blösinn zu schreiben. Vielleicht schaffe ich es ja heute automatisch zu schreiben und schlafe darüber einfach ein stein hund silbenteennungsautomatik ohne stumpf. Wieder der willen ohne einen grauen baum verblüht kieselnde kreide auf kargem feld. Hast du einen stern, einen stern zum sehen und kneten? Einmal werden wir in den himmel und zurück geleitet, darüber hinaus sind keine…

Endlich die blockade und das ankommen im jetzt und hier. Was ist nur los? Dieser hirnstau ist wie blasendruck am morgen. Da hat sich heute erheblich was angesammelt. Was das mit dem roten eddingkreuz bedeutet? Nun so eine idee, eine umzusetzende für dolor – soviel sei verraten. Einige sekunden erkundungsschnitt stehen schon – nicht vorzeigbares, doch es zeigt eine richtung. Als diesem kleinen kristallsamen soll werk entstehen – vielleicht pflanze ich noch einen weiteren und lasse sie miteinander verwachsen, ändere lösungsmittel und luftdruck bis ein wunderschöner schmettzerling entsteht.

Der prozess ist lässt wie so oft den rahmen für das werk entstehen. Es ist noch so vieles unbestimmt, ich kann nicht einfach loslegen, aufnahmen, ich brauche noch wesentlich mehr aufnahmen und traumbilder. Oh bitte heute wieder schöne traumbilder. Ich sollte das prozac eine zeit lang absetzen um beim wieder anfangen damit diese wundervollen prozac-träume zu bekommen. Dieser veränderung im serotoninhaushalt des hirnes ist derart krass, dass die träume wie filme sind, so real, mit guter kamera, neuen gegenständen und handlungen – es ist einfach unbeschreiblich und vom ästhetischen standpunkt aus einfach nur schön, auch wenn die motive grausam und angsterfüllt sein können. Das sind ganz neue dimensionen ein drehbuch zu gestalten.

Heute fielen weitere ideen an – die liste ist schon so lang. Es muss sortiert und vor allem verworfen werden und ich brauche mehr tage für mich, einige stunden davon zum notieren, was sich im kopf braut.

Es ist so ein schönes gefühl auf einem für sich selber neuen land zu sein und die möglichkeiten zu haben auch etwas von den ideen umzusetzen. Ich breche hervor aus einer schlichten bewegung der hand, an diesen metallenen körpern voller erde entlang. Ich schwebe über den farbigen verwirbelungen aus quantenrauschen und gartenschlachgeplätscher.

Ein pfirsich! Eine kuh und dazu ein kolibri der seine blüten besucht. Mehr braucht es nicht um auf der welle welt das recht programm zu finden.

Morgen ist vorerst der hunger vorbei. Einkauf mit guten substanzen. Mein blut brauche ich fpr soätere anwendungen und fotos, videos und zum malen.

So viele kabel – ich steig nicht mehr durch. Ich muss mal wieder die installation aufräumen. In der letzten zeit drei kontakte aus jahren einfach entfernt aus meinem leben. es ist besser aber doch erinnert es mich immer an die umbeständigkeit von welt, diesem schmerzhaften erlebnis, diesem trauma, mit dem gefühl dem wellenspiel haltlos ausgeliefert zu sein.

Ende

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