Hannover verbietet sauf-flatrates

Damals als ich noch jung war, soff man sich gegenseitig unter den tisch. Eine wichtige kulturtechnik, deren erlernen oftmals mit der anbetung des porzellans endete.

Wie jede kulturtechnik wurde auch die des saufens über die jahrzehnte verfeinert und aktuellen gesellschaftlichen entwicklungen angepasst. Unter den tisch reichte nicht mehr, das war noch zu maassvoll – heute säuft man sich direkt in die notaufnahme, denn die kasse zahlt ja.

Dass der markt der wochendlichen unterhaltungsangebote auf eine solche nachfrage mit sauf-flatrates reagiert, ist doch nur zu natürlich. Auf der seite des konsumenten ist es auch nur zu natürlich, dieses angebot optimal auszunutzen und reinzuschütten, bis nicht mehr geht. Wenn man die ökonomischen und kulturhistorischen aspekte betrachtet, ist komasaufen richtig und wichtig für unsere jugend.

In jeder gesellschaft gibt es und gab es seit jeher initiationsriten, die körperlich und psychisch belasten. Ohne diese riten kann ein heranwachsender seine position in der gemeinschaft und die eigenen grenzen nicht finden. Selbstverständlich sterben bei der initiation auch ein paar heranwachsende. Das ist nur natürlich und trennt die spreu vom weizen.

Zu sagen, flatrate-saufen mache jugendliche zu alkoholikern ist genau so falsch, wie die behauptung, DSL-flatrates machten menschen online-süchtig oder ein kleiner mord einen menschen zum massenmörder.

Wir stellen also fest: Komasaufen ist wichtig für die psychische hygiene der heranwachsenden generation. Es ist ein wichtiger wirtschaftsfaktor an dem viele arbeitsplätze in gastronomie, brennereien und krankenhäusern hängen. So, wie man todesopfer im strassenverkehr für die vorteile der volksmobilität in kauf nimmt, muss man auch bei dieser wichtigen gesellschaftlichen insititution opfer bringen und seien es auch die eigenen kinder.

Wer kann denn noch über den jugendlichen trauern, der mit seinem durch alkoholkonsum bedingtem ableben arbeitsplätze gesichert hat? Im angesichte der globalisierung kann es sich ein land nicht leisten saufflatrates zu verbieten und vor allem nicht eine unbedeutende stadt wie hannover. Man denke nur an den nun wegfallenden sauf-tourismus aus der umgebung! Das ist eindeutig ein schritt in die falsche richtung, in richtung wirtschaftskollaps, inflation, chaos und bürgerkrieg.

Prost!

 

Schade liebe kinder, es ist aus!

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