Alina, hüte dich vor den zombies

Ā»Alina, hüte dich vor den zombiesĀ«, ein mädchen zum anderen, in der dämmerung, an der kreuzung, auf dem weg zur u-bahnstation, nebenbei, aufgeschnappt. Kaltlicht empfängt, teerige luft presst sich aus dem tunnel, zeichen für eine nahende bahn.

Viehtransporter, juckende mäntel und ätzende kosmetik auf ihren plätzen. Feierabend verstopft die poren. Endlose telekommunikationsleitungen am fenster vorbei, das von jahrzehnten vernutzte gleis rüttelt den wagon, ein dröhnen und grollen in der luft, darin ersaufen graue wortfetzen.

Bei jedem halt werden es mehr, mehr mit schal gegen entzündeten hals, mehr mit schundroman und blutiger BILD gegen schreiende werbung, schreiende kinder und den stumpfen feierabend.

Auftauchen aus dem grau des tunnels in die dunkelheit des herbstabends, noch nie so froh, den grossen trüben himmel gesehen zu haben, das lebendige im toten laub, mit dem der wind spielt. Alina, hüte dich vor den zombies!

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