Gerechtigkeit kommt wieder: Wolfgang Jüttner

Mit dem ›claim‹ möchten Sie, herr Jüttner, »ministerpräsident für niedersachsen« werden? Nur zur info: In unserem haus mit 35 mietparteien landeten 28 der 35 mühsam in die briefkästen gestopften ausgaben ihrer wahlwerbung umgehend im altpapierkarton neben den briefkästen. Das druckwerk hat die potentiellen wähler also auf etwa 150cm ihres lebensweges begleitet.

Doch keine angst, herr Jüttner, ich war einer der sieben, die ihre wahlwerbung ins warme wohnzimmer mitgenommen haben. Obwohl… eine wahlwerbe-minizeitung in aufmachung eines boulevard-blattes in kleinformat mich nicht sonderlich begeistern kann.

Oops, kleine panne beim lesen: »Vollgas für den Mindestlohn« steht da. Nicht »Vollgas ist der Mindestlohn«, wie ich zunächst falschflüchtig las.

Leider ist das blatt typographisch eine katastrophe, deshalb will ich mir weitere lesekrämpfe ersparen. Nur noch ein paar kleinigkeiten: Was soll »Raus aus Atom« bitte heissen. Wissen sie überhaupt was ein atom ist? »Studenten sparen 1000 Euro« – sicherlich. Das kenn ich aus dem fernsehen. Da sagen die auch immer ich spare einen vierstelligen euro-betrag, wenn ich über etliche jahre hinweg einen fünfstelligen zahle.

Und dann noch: »Aufschwung für alle« – platter gehts nicht. Und. Ist diese »Pflege in Würde« die neuste bezeichnung für das sozialverträgliche frühableben?

Tja, »Gerechtigkeit kommt wieder«, sagen sie mit gekonntem lächeln von ihren wahlplakaten herab zum gemeinen volk und lassen ihr programm in aufmachung der BILD-zeitung in die briefkästen stopfen. Da kann ich nur sagen: Gerächtigkeit kommt bestimmt – früher oder später.

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