Da isser wieder…

…aus langem koma sind heute die nachtgedanken wieder zu bewusstsein gekommen. Denn düstere vorboten lassen ahnen, das ich nicht mehr lange hier schreiben kann.

Alles haben sie mir weggenommen

Es fing alles an mit der deutschen bank, die mir einen schönen 4-farb-offset gedruckten brief schrieb und mir vorschwärmte, welch segnungen eine zusammenlegung der hauptfiliale am opernplatz in der stadtmitte mit meiner, hier am rande Hannovers brächte. Leider zog die hauptfiliale nicht hierher sondern meine filiale in die innenstadt.

Hier im ghetto blieb ein geldautomat, ein bankingterminal und ein kontoauszugsdrucker. Durch online-banking sind terminal und auszugsdrucker für mich ohne belang. Der geldautomat ist schon wichtiger. Da kommt geld raus, wenn man die karte reinsteckt – nicht unerheblich wenn man was zu essen kaufen will.

Möchte ich gegen ende des monats etwas bargeld auf mein konto tragen, um rückbuchungen mangels deckung und rückläufer-gebühren zu vermeiden, darf ich mich entweder zur hauptfiliale im zentrum Hannovers (netterweise nicht Frankfurt oder New York) begeben oder zur vom ÖPNV her besser gelegenen filiale am Kantplatz. Das sind knapp 9km luftlienie – „Leistung aus Leidenschaft“

Sowas

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habe ich nun auch schon mehr als ein mal erlebt. Besonders schön wenn ich bei meiner nahegelegenen stammapotheke etwas kaufen will. Der kartenleser für eCash dort hat eine chronische allergie gegen meine karte – aber das ist eine andere geschichte.

Die verkomplizierung aller bargeld-belange war jedoch nicht genug. Unser hannöversches nahverkehrs-unternehmen Üstra baut seit jahren hochbahnsteige zum bequemen und behindertenfreundlichen einsteigen in die bahn. Die alten an denen man das vehikel über treppe besteigen muss kommen weg. Gut für rollstuhlfahrer und meine oma, die etwas klapprig auf den beinen ist.

Nun begab es sich, das der nächste halt von mir aus stadtauswärts ebenfalls hochbahnsteig werden sollte. Und weil der neue hochbahnsteig etwa 150m weiter stadteinwärts gelegen sein sollte, wurde die station vor meiner haustür einfach gestrichen, abgebaut, eingepackt und weggebracht.

Der vorteil für mich: 600 meter oder 900 meter fitness bei jeder erledigung mit dem ÖPVN zusätzlich.

Doch das war noch nicht der letzte kleine mürbemacher. Dieser ist auf dem mist der post gewachsen und am kürzesten erklärt: Und am nächsten tag war er briefkasten, der dort schon jahrzehnte meine briefe entgegennahm einfach abgebaut. Danke liebe psot, für die verdopplung meines fussweges.

Was kommt in zukunft? Abschaltung des wassers, damit ich alle vorteile der zentralen wasserstelle im ortskern geniessen kann? Abschaltung des stroms, weil kerzen ja ein so gemütliches licht machen und wir alle eh zu lange vorm rechner sitzen?

Ich bin gespannt.

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